Urbane Gärten und die Stadt von morgen

Die Relevanz von Gemeinschaftsgärten und urbaner Landwirtschaft für die Stadtentwicklung

Dieser Artikel ist einerseits ein Review zu einer Veranstaltung im Oktober 2012, an welcher wir als Werk.Stadt.Laden. aktiv teilgenommen haben und andererseits ein Ansporn zur weiteren Beschäftigung mit der Thematik. Auch wir pflegen einen urbanen Gemeinschaftsgarten und waren somit als Experten zur Podiumsdiskussion zu der Veranstaltung des Umundu Festivals 2012 geladen, welcher ebenfalls Chrisdta Müller beiwohnte und einen bewegten Vortrag hielt sowie rege an der Podiumsdiskussion beteiligt war. Mit Frau Müller sind wir in Kontakt gekommen und nehmen viele positive Impulse aus diesem Abend mit zu uns nach Löbtau.

Was sind Urbane Landwirtschaft und Gemeinschaftsgärten?
Warum sind Gärten in der Stadt relevant?
Welche Beiträge zu Stadt und Stadtteilen leisten Urbane Gärten?
Können Gärten lokale Lösungsstrategien für drängende Probleme unserer Zeit aufzeigen?
Warum sind Gartenprojekte auf (städtische) Unterstützung angewiesen?

Zunächst laden wir ein zu einer Führung durch einen jungen Garten in Dresden, den Gemeinschaftsgarten Johannstadt. Dieses Projekt ist gerade durch die erste Gartensaison gegangen, erste Infrastrukturen wurden aufgebaut (u.a. Regenwassernutzung, Kompostklo, Kreislaufwirtschaft), wir haben Beete angelegt, vielfältige Kulturen ausprobiert, miteinander gewerkelt, gelacht, gepflanzt, genascht. Aber auch diskutiert, geträumt, beantragt, geplant und gefeiert.

Beim Gartenrundgang werden wir zusammen den Garten erkunden und einige dieser Erfahrungen teilen. So gibt es die Gelegenheit zum Kennenlernen unseres Projekts, für praktische Fragen und neue Ideen.

Nachdem wir uns so ein ganz greifbares Bild machen konnten, wird anschließend um 19 Uhr ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion in der nahe gelegenen Johannstadthalle stattfinden.

Nachdem wir uns mit der Führung durch den Garten ein greifbares Bild machen konnten, wird anschließend um 19 Uhr Christa Müller einen Vortrag halten „zur Bedeutung von Urbanem Gärtnern für eine nachhaltige Stadtentwicklung„.
Dabei beleuchtet der Vortrag unterschiedliche Dimensionen der produktiven Gärten in den Städten, präsentiert einige der neuen Projekte, ordnet die Aktivitäten zeitdiagnostisch ein und zeigt ihre Bedeutung für eine nachhaltige Stadtentwicklung.Die Referentin wagt hier die Diagnose, dass in den westlichen Großstädten ein verändertes Verständnis von Urbanität entsteht, in dem die neuen Gärten mit ihren Kulturen des Selbermachens und der Re-Etablierung von Nahbezügen eine Vorreiterrolle spielen.

Dr. Christa Müller ist Soziologin, forscht seit vielen Jahren zu nachhaltigen Lebensstilen und neuen Wohlstandsmodellen, gab zuletzt das 2011 erschienene Buch „Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“ heraus und ist Geschäftsführende Gesellschafterin der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und der Stiftung Interkultur in München.

Im Anschluss daran werden auf dem Podium Christa MüllerHerr Mann vomStadtplanungsamt Dresden (Bereich Johannstadt) sowie Alexandra Böttger aus dem Johannstädter Gemeinschaftsgarten UFER-Projekte, Marc Schmidt vomWerk.Stadt.Garten Löbtau und Markus Weber vom Aprikosengarten Pieschendiese Themen vertiefen und Fragen aus dem Publikum gemeinsam diskutieren.

Während der Veranstaltung in der JSH stehen Getränke und Snacks zur Verfügung, außerdem werden die verschiedentlichen Dresdner Garten-Projekte vor Ort sein, sich vorstellen und Fragen beantworten.

 

Quelle:  http://www.umundu.de/dresden/festival/2012/programm/urbane-gaerten-ii