Stadtwerkstatt LÖBTOPIA #5

Rückblick

Diese Veranstaltung fand als letzte Veranstaltung zu unseren Thementagen statt. In gewohnter Manier kamen wir an diesem letzten Mittwoch des Monats zusammen und beschäftigen uns mit dem, was für den Hamster sein Käfig ist. Als Referent hatten wir Dipl.-Ing. Florian Ehrler eingeladen – Landschaftsarchitekt und Freiraumplaner, seit einigen Jahren v.a. in Löbtau tätig. Er stellte uns das Freiraumkonzept für Löbtau vor, welches im Rahmen der EFRE Stadtsanierung geplant und größtenteils realisiert werden konnte. Grünzug Weißeritz, neue Spielplätze und die Brache als wichtige Komponente, als Perforationen im verdichteten und versiegelten Stadtraum.

Schnell wurde es informell und der Vortrag öffnete sich zur Diskussion. Was ist ein Unort und warum ist eine Brachfläche keiner? Warum auch ein neu gebauter Spielplatz zum Unort werden kann? Weil er beispielsweise durch eine verdrängende Gruppierung besetzt wird. Ebenso kann sich eine Nutzergruppe einen Ort zurückerobern und mit einer neuen Bedeutung belegen. Welche Wichtigkeit haben solche Vorgänge und welchen Pionierwert hat beispielsweise eine Guerilla Gardening Bewegung auf Stadtentwicklung.

Im Kleinen Kreis wurde recht fachlich fundiert diskutiert und man kam schnell zur Einigung, dass es ja dann doch nicht so einfach sei, klar. Doch Herr Ehrler ist besonders durch seine Schritte in Richtung Beteiligungsverfahren, Bürgerworkshops und der modernen Planung ein Vorreiter in solchen Dingen. Und ja er kann einen guten Spielplatz entstehen lassen, ja er hat die Stadtplanung hinter sich, wenn es um solche neuen Ansätze geht. Wir sind froh, so jemanden hier zu haben und zu wissen, er hört uns aufmerksam zu und transportiert diese Anliegen.