LÖBTOPIA #2 / World Café

Rückblick

Beim letzten Mal haben wir ein Modell von Löbtau gebaut. Hier anzusehen. Zur zweiten Werkstatt wollten wir uns mehr dem Inhaltlichen widmen, als dem bildlichen. Wir wollten Fakten und die haben wir bekommen. Nach kurzer Einführungsrunde und Vorstellung haben wir uns entschieden, den OpenSpace zu verschieben. Denn dafür braucht man mehr Teilnehmer, vor Allem aber eine konkrete Problemstellung, die alle betrifft. Hatten wir nicht, das sollte also die Aufgabe des Abends darstellen. Paul, unser Coach hatte da natürlich gleich was parat. So haben wir „World Cafe“ praktiziert. Wie geht das? Zuerst einmal werden Anliegen und Fragen gesammelt, das alles auf Karteikarten geschrieben. Begriffe und Positionen werden dann reduziert und in Gruppen gepackt, auf diskutierbare Einzelblöcke verteilt. Diese thematischen Bereiche, die dann in Gruppen zu fünf Leuten in Gesprächsrunden besprochen wurden. Drei Stehtische, drei Moderatoren, fünf Minuten Zeit pro Runde. Ergebnis: sechs Plakate mit Notizen. Am Ende der Diskussionsrunden wird dann alles nochmal kurz vorgsestellt, damit alle auf demselben Stand sind.
Was haben wir damit geschafft? Wir haben das Unkonkrete aus den einzelen Köpfen
in eine übersichtliche, thematisch geordnete, allgemeinverständliche Übersicht
transformiert. Das passierte wie von Allein. In kürzester Zeit wissen Alle Alles
und es entsteht ein Ideenraum, in dem man sich bewegen und weiterdiskutieren kann.
Nun wollten wir aber noch eine Quintessenz herauspressen. Da haben wir dann das Fishbowling angewendet. Es galt, die Stimmung aufzunehmen und in einen Slogan, eine Frage, ein Motto zu überführen. Das funktionierte per Stimmabgabe. Gewonnen hat:

LÖBTOPIA. Mitgestalter auf Teilzeit gesucht.

Dies ist also der zukünftige Arbeitstitel des Projekts. Jeder Partizipient weis, was sich dahinter verbirgt und kann sich mit dem Ideenraum dahinter identifizieren. Das ist in sofern gut, da die Gruppe sich damit einen gemeinsamen gedanklichen Überbau geschaffen hat und nicht länger im Dunkeln tappen muss. Ein gedankliches Zelt, zu dem jeder Zugang hat und weis, was sich darin befindet. Eine sinnvolle Grundlage. Wieder einmal erstaunte Gesichter, wie schnell man so konkret werden kann, ohne in langatmigen Diskussionen steckenzubleiben. Die Reduktion aufs Wesentliche haben wir damit geschafft. Beim nächsten Mal geht es darum, die Einzelpunkte im Detail zu besprechen und einen ersten Handlungsschritt festzulegen. Wir sind gespannt auf den 30. November.